Hallo liebeR LeserIn,

hiermit möchte ich Dich primär zum Nachdenken bringen über unsere derzeitige Gesellschaftsform und eine eventuelle Alternative, aber auch Diskussionsgrundlagen schaffen und vielleicht sogar zu Aktionen anregen, die andere Menschen ebenfalls zum Nachdenken und Verändern bringen. Ich erhebe keinen Anspruch auf universelle Gültigkeit oder gar Dogmatismus, vielmehr befindet sich auch meine Weltanschauung in ständiger Wandlung, ausgelöst durch neue Erkenntnisse, politische Ereignisse, Lektüre und Diskussion. Natürlich bin ich nicht in der Lage, eine ideale Gesellschaft zu entwerfen oder alles richtig zu erkennen. Es handelt sich hierbei um Überlegungen, die ich für so wichtig halte, dass ich dich bitte, sie zu lesen. Man sollte sich bewusst sein, dass Geschichte und Veränderung nichts ist, das man nur passiv erfahren kann und das obskuren „Gesetzen“ gehorcht, sondern etwas, das man beeinflussen kann und das von Menschen gemacht wird. Dies gilt besonders im Hinblick auf das Ziel einer friedlichen, freien und gerechten Gemeinschaft aller Menschen, da hierfür die aktive Einflussnahme sehr vieler Menschen nötig ist, was allerdings erstmal voraussetzt, dass man sich der grundlegenden Missstände bewusst ist und auch Vorstellungen von Alternativen entwickelt.

 

Ich hoffe sehr, hierzu etwas beizutragen und dass Du mit meinen Gedanken etwas anfangen kannst, die ich möglichst allgemein gehalten und folgendermaßen gegliedert habe:

 

1 Unterdrückung

2 Ausbeutung

3 Geschichtliches

            3.1 Überblick Steinzeit-Globalisierung

            3.2 Revolutionen & Aufstände

            3.3 „Natürliches“ Verhalten & Kriegsursachen

4 Vorschläge für eine zukünftige Gesellschaft

            4.1 Arbeit & Wirtschaft

            4.2 Kollektive Entscheidungsfindung

            4.3 Freiheit & Recht

            4.4 Bildung & Erziehung

            4.5 Revolution & Veränderung

5 Leben & Umwelt

6 Wissenschaft & Technik

 

 

1: Unterdrückung

 

Es gibt vielfältige Formen der Unterdrückung, von denen die meisten ganz alltäglich sind und fast alle Menschen betreffen. Ich definiere Unterdrückung mal als alles, was Freiheit und Möglichkeiten eines Menschen beschränkt oder verhindert. Hauptsächlich erfolgt dies durch Staat und Wirtschaft (die wirtschaftlichen Formen der Unterdrückung werden allerdings erst im nächsten Kapitel Ausbeutung (→2) beschrieben), aber auch in unserem alltäglichen Handeln wird Unterdrückung immer wieder neu reproduziert. In vielen Strukturen der Gesellschaft manifestiert sich Unterdrückung (die Formen sind natürlich eng miteinander verzahnt, so dass eine klare Trennung gar nicht möglich ist):

• In Hierarchien, entweder formal, wo genau festgelegt ist, welcher Mensch „über“ welchem steht und Macht über seine „Untergebenen“ hat, oder auch in verdeckten Formen als Ungleichverteilung von Einfluss und Zugang zu Ressourcen/Informationen in praktisch allen Gruppen präsent. (→4.2)

• Ebenso in jeder Form von Herrschaft, die ja direkt Unterdrückung bedeutet. Herrschaft basiert häufig auf

Gewalt und deren Androhung: Sie sind ein schreckliches Mittel, jemanden zu Irgendetwas zu zwingen und bedrohen Leben und geistige und körperliche Unversehrtheit des Menschen. Gewalt hängt stets mit massiver Unterdrückung zusammen und führt oft zu mehr Gewalt.

• Die Justiz hat ein ambivalentes Verhältnis zur Gewalt: Ihr Ziel ist es, das Funktionieren von Gesellschaft und Wirtschaft zu gewährleisten. Einerseits versucht sie die Menschen vor Gewalt zu schützen, andererseits lässt sie Gewalt anwenden und sorgt für die Aufrechterhaltung der Herrschaftsverhältnisse. Hierzu nimmt sich der Staat das Recht aufs Gewaltmonopol heraus und verlangt die Einhaltung einer fast unüberschaubaren Vielzahl von

Gesetzen. Viele stellen sinnvolle Regeln fürs Zusammenleben dar oder schützen den einzelnen Menschen, aber viele sind sinnlose Verbote, schützen die Interessen des Kapitals oder bekämpfen Widerstand. Wer gegen Gesetze verstößt, muss mit

Strafen rechnen. Ihr Sinn ist ein zweifelhaftes Konzept der Abschreckung, das recht schlecht funktioniert. Angesichts der Besitzverhältnisse sehr ungerecht sind Geldstrafen, Gefängnisse nehmen den Insassen fast jegliche Freiheit (in abgeschwächter Form Zwangsarbeitsstunden), teilweise gibt es sogar die Todesstrafe, was den höchsten Grad an Gewalt und die endgültige Unterdrückung darstellt. (→4.3)

• Die Polizei hat die Aufgabe zu kontrollieren, ob alle Gesetze eingehalten werden und, wenn nicht, die Leute zu verhaften und der Justiz zu übergeben bzw. bei leichten Verstößen selbst Geldstrafen einzutreiben, zudem, Widerstand zu ersticken. Zur Durchsetzung wendet sie die Mittel der Gewalt und ihrer Androhung an, auch kann sie Leute nach ihrem Gutdünken festhalten, foltert manchmal (in vielen Ländern systematisch) und geht oft eindeutig rassistisch vor. Dabei sind die Polizisten selbst durch ihre Institution, die einen einzigen Unterdrückungsapparat darstellt, unterdrückt und zur Unterdrückung gezwungen.

• Das Militär ist sicherlich der direkteste und schlimmste Unterdrückungsapparat. Seine Aufgabe ist es, Krieg zu führen. Es setzt dabei exzessiv Gewalt ein und ermordet jährlich Hunderttausende Menschen, die Waffen haben gar den einzigen Zweck, Menschen zu töten. Es geht äußerst rücksichtslos vor (in Kriegen sterben sehr mehr Zivilisten als Soldaten) mit dem Ziel, die Gegner durch möglichst effektive Zerstörung und Tötung zu unterwerfen. Aber auch innerhalb des Militärs ist die Unterdrückung extrem: Durch die strenge Hierarchie und die Befehlsstruktur mit dem Verlangen nach blindem Gehorsam wird den Soldaten fast jegliche Freiheit geraubt. Hier wird übrigens auch gut die Ambivalenz der Justiz gegenüber Gewalt sichtbar: Sie stellt Mord unter die Höchststrafe, unterstützt jedoch den organisierten Massenmord, indem sie sogar diejenigen bestraft, die sich weigern, daran teilzunehmen.

• Im Imperialismus als Unterdrückung der Bevölkerung ganzer Länder durch fremde Staaten und Ökonomien (→3)

Rassismus als Unterdrückung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft/Abstammung manifestiert sich neben vielen direkteren Formen auch in der Verteilung der Güter, denn Menschen mit weißer Hautfarbe sind durchschnittlich sehr viel reicher als die anderen. Zum Rassismus zähle ich auch Antisemitismus und sonstige Konstruktionen einer Gruppe, deren Verfolgung, Diskriminierung, Schuldzuweisung, strukturelle soziale Benachteiligung und Einbindung in ein perfides System von Ein- und Ausschluss.

Sexismus als Unterdrückung von Menschen aufgrund ihres (eigentlich immer weiblichen) Geschlechts drückt sich ebenso alltäglich aus, als systematische Machtausübung, strukturelle Diskriminierung oder in den meisten Familien. Hier und in der Gesellschaft allgemein werden auch Kinder massiv unterdrückt.

• Der Mangel an Bildungsmöglichkeiten steckt im derzeitigen Erziehungssystem, das eher auf das Erzeugen von im kapitalistisch-staatlichen Sinne funktionierenden Menschen ausgerichtet ist als auf Bildung.

• Auch Drogensucht und -missbrauch können Unterdrückungsformen darstellen, da einem die Sucht Freiheit und der Konsum Fähigkeiten/Möglichkeiten nimmt. Doch gehört es sicher zur Freiheit, selbstbestimmt zu konsumieren, insofern ist das Verbot von Drogen Unterdrückung (mit Drogen sind hier selbstverständlich auch die legalen gemeint).

Manipulation als systematische Einflussnahme auf Meinung und Denken der Menschen zielt auf Verhalten im Sinne des Manipulators ab. Staat und Kapital, die Hauptunterdrücker, kontrollieren die Medien, die die Bevölkerung manipulieren können, beispielsweise durch Vorenthalten von Information. Die Medien manipulieren durch Werbung das Konsumverhalten und stellen alles systemkonform dar, wodurch sie dazu beitragen, dass die meisten das kapitalistische und bloß scheindemokratische System als endgültig und am besten ansehen sowie möglichst viel Geld zu verdienen für das Ziel ihres Lebens halten. Zudem sorgen sie dafür, dass die meisten die Kriege gutheißen, die ihr Land führt.

• Eine besondere Form von extremer Manipulation und geistiger (oder innerer) Unterdrückung ist die Religion, sowie letztlich alle starr dogmatischen und unterwürfigen Ideologien.

• In jeder Form von Regierung

Kontrolle und Überwachung verletzen nicht nur die Privatsphäre, sondern dienen Machtausübung und Repression, bestrafen und verhindern (staatlich) unerwünschtes Verhalten und somit Selbstbestimmung.

• In Nationen mitsamt ihrer Grenzen als (rassistische) Konstrukte zum Ausschluss und zur Abwertung der nicht Dazugehörigen (und damit zur Aufwertung der eigenen fiktiven „Volksgemeinschaft“). Durch ihr Zusammenfallen mit dem Staat sind sie verantwortlich für andere Unterdrückungsmechanismen, insbesondere Kriege und Manipulation.

• Die schnell fortschreitende Naturzerstörung ist eine Katastrophe für das gesamte Lebensnetz der Erde und somit auch für die Menschheit, die Teil davon ist (→5). Die rücksichtslose Unterwerfung der gesamten Umwelt unter die Verwertungsinteressen der menschlichen Gesellschaft, verbunden mit Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum, führt zur Vernichtung ganzer Ökosysteme und zur Ausrottung Millionen ganzer Arten und bedeutet für fast alle nicht-menschlichen Lebewesen Tod oder (seltener) Anpassung an ihren von den Menschen umgewandelten und in Besitz genommenen Lebensraum. Die Naturzerstörung erscheint mir das größte Problem, da sie zu fatalen Folgen für die Zukunft des Lebens und der Menschheit führt, während alle anderen hier aufgeführten Punkte zu keinen irreparablen globalen Schäden führen (außer einem Atomkrieg).

 

Der Unterdrückung möchte ich ein Konzept von elementaren Menschenrechten entgegenstellen, die eigentlich selbstverständlich für alle Menschen gelten müssen:

Die Rechte auf

• sauberes Wasser & gesundes Essen

• Gesundheitsvorsorge & -versorgung

• umfassende Bildung & Zugang zu jeder nichtprivaten Information

• Wohnung

• Selbstbestimmte Tätigkeit

• Privatsphäre

• Erholung & Natur

• freie Berufs-, Orts-, Freunde- & Partnerwahl

• freie Meinung, sowie diese zu verbreiten

• direktes Mitwirken an Entscheidungen, von denen man betroffen ist

(→4)

 

 

2: Ausbeutung

 

Dieses Thema gehört eigentlich noch mit zur Unterdrückung, ist aber eine so grundlegende und wichtige Form derselben, dass es ein eigenes Kapitel hat. Das wirtschaftliche System, der Kapitalismus, basiert auf Ausbeutung. Neben der Ausbeutung der Natur (→5) ist dies die Ausbeutung der Menschen durch Arbeit und Abhängigkeiten.

 

Sie wird durch Geld angetrieben und aufrechterhalten. Jeder braucht Geld, dieses abstrakte Maß des Wertes und der Kaufkraft, schon zum bloßen Überleben. Aber mit mehr Geld kann man auch Wohlstand, alle möglichen Waren, ein angenehmes Leben, Spaß, Luxus, gute Bildung, erhöhte Attraktivität und Fortpflanzungschancen, größeres gesellschaftliches Ansehen, Gesundheit, Besitz und Macht über andere haben (wovon man ohne Geld entsprechend ausgeschlossen ist). Die enge Verknüpfung von Macht und Geld zeigt auch direkt die Verbindung von Ausbeutung und sonstiger Unterdrückung und ist leicht einzusehen: Da Geld eine so wichtige Rolle spielt und die Menschen Geld brauchen, um gut leben zu können, haben diejenigen, die viel davon haben, sehr großen Einfluss und Macht, fast proportional zu ihrem Reichtum; schließlich finden sich immer welche, die ihnen für Geld gehorchen (also für sie arbeiten). Daher machen viele alles, um möglichst viel Geld zu erwerben, sogar mehr, als sie brauchen könnten. Die überwältigende Mehrheit ist nun allerdings darauf angewiesen, ihre Zeit und Arbeitskraft zu verkaufen, um sich das nötige Geld zum Leben zu „verdienen“.

 

Dies führt zum Prozess der Verwertung. Sie arbeiten nämlich für Leute, die Geld und Arbeitsplätze besitzen, bekommen aber weniger Geld, als ihre Arbeit einbringt. Diese Differenz ist der Profit. Er vermehrt das Kapital, das „große Geld“, durch die Ausbeutung der arbeitenden Menschen und ist seine einzige Quelle. Das auf diese Weise vermehrte Kapital kann nun investiert werden, um den Profit weiter zu steigern. Tatsächlich wird der Profit zum Selbstzweck und einzigen Ziel der Wirtschaft. Die Entscheidungsträger, Unternehmer bzw. Arbeitsstellenbesitzer, sind einzig seiner Maximierung verpflichtet, also wie das Kapital am effektivsten vermehrt werden kann. Dabei wird stets versucht, die Kosten weitgehend auszugliedern und abzuwälzen, sei es auf die Individuen, den eigene oder einen fremden Staat, die Gesellschaft oder das gesamte Leben (wie im Fall der ökologischen Zerstörungen). Die Konkurrenz sorgt dafür, dass niemand beispielsweise aus moralischen oder humanitären Gründen auf einen Teil des Profits verzichtet, da dies ein Wettbewerbsnachteil wäre. Der Übernahme- und Verdrängungswettbewerb führt weiterhin dazu, dass immer mehr Kapital bei wenigen konzentriert wird.

 

Nun liegt es an diesem fortschreitenden Prozess, dass das Geld äußerst ungerecht verteilt ist und sich diese Ungerechtigkeit stetig verschärft, er ist ein Prozess der Umverteilung von Arm nach Reich, er findet sowohl in jedem einzelnen Land als auch zwischen den armen und reichen Ländern statt. So besitzen tausend Leute mehr als 3 Milliarden! Auch der enorme ökonomische Unterschied zwischen der wohlhabenden Milliarde der Menschheit und den anderen 5-6 Milliarden vergrößert sich stetig, ebenso wie innerhalb der wohlhabenden Milliarde. Folgen der Verteilung sind zum einen Armut und Elend des größten Teils der Menschheit. Weil sie nicht genug Geld haben, verhungern täglich Tausende und sind viele Hundert Millionen unterernährt (obwohl es genug Nahrung gibt), haben noch mehr kein sauberes Wasser und keine richtige Wohnung, keine Gesundheitsversorgung und schließlich die große Mehrheit keine vernünftige Bildung, auch in den reichen Ländern. Die meisten Menschen können aus Armut ihre Rechte (→1) nicht wahrnehmen. Zum anderen bedeutet die Konzentration von Kapital, Produktionsmitteln, Arbeitsstellen und Handel in den Händen weniger auch eine Konzentration von Macht, somit Unterdrückung. Diese Machtkonzentration bei Reichen, Firmen, Banken und Konzernen ist ohne irgendeine demokratische Kontrolle und nicht dem Wohlergehen von Mensch und Natur, sondern, als gegensätzliches Interesse, dem Profit verpflichtet.

 

Die Arbeit, die im Kapitalismus automatisch Ausbeutung bedeutet, nimmt die Funktion der Verwandlung von menschlicher Energie in Geld an, dabei ist die Tätigkeit völlig gleichgültig und der gesellschaftliche Sinn irrelevant; es kommt nur darauf an, dass sie für die als Selbstzweck aus der übrigen Gesellschaft herausgelöste und gleichsam über sie stehende  Ökonomie verwertbar ist. Dabei ist die meiste geleistete Arbeit, rationell gesehen, unnötig oder gar destruktiv. Arbeit ist zusätzlich auch direkte Unterdrückung, denn die Menschen, die ihre Arbeitskraft verkaufen, verkaufen damit auch ihre Selbstbestimmung und Freiheit, denn sie müssen tun, was die „Arbeitgeber“ bestimmen, diese wiederum bestimmen, was die Verwertung verlangt. Die Arbeit bedingt eine künstliche Trennung der Zeit, der sich die Menschen unterwerfen müssen, eine Aufteilung in Freizeit und in die unfreie Tätigkeit der Arbeit.

 

Perverserweise ist es ohne Arbeit auch nicht besser. Arbeitslosigkeit bedeutet für die Betroffenen Armut und eine erhebliche psychische Belastung und für die Arbeiter schlechtere Arbeitsbedingungen sowie die Angst, selbst betroffen zu werden. Immer mehr Menschen, und ganze Regionen, werden vom Kapitalismus ausgeschlossen und ins Abseits gedrängt. Sie sind in dessen Sinne „überflüssiges Menschenmaterial“ und erfüllen doch eine Funktion: Als Konkurrenz um die Arbeitsplätze und somit als Beitrag zur weiteren Verschärfung der Ausbeutung (schließlich kann immer mit Entlassungen oder Verlegung der Arbeitsstellen in „Billiglohnländer“ gedroht werden). Auch wird die Position der Gewerkschaften so geschwächt, die eigentlich die Ausbeutung zu lindern versuchen sollten. Ursache der steigenden Arbeitslosigkeit ist die Rationalisierung, d.h. die Arbeit wird, durch Markt, Konkurrenz und Profit erzwungen und durch technischen Fortschritt ermöglicht, ständig effektiver, durchschnittlich um etwa 2 % pro Jahr. Es wird also immer weniger menschliche Arbeit gebraucht, um dasselbe zu leisten. Alternativen zu mehr Arbeitslosigkeit unter diesen Bedingungen wäre nun eine Kürzung der individuellen Arbeitszeit oder ein entsprechendes Wirtschaftswachstum. Ersteres widerspräche der kapitalistischen Logik, möglichst viel aus der Belegschaft herauszupressen (wäre höchstens durch Streiks und ständige Arbeitskämpfe möglich, tatsächlich nehmen Überstunden und Mehrarbeit immer weiter zu), zweites zerstört noch mehr Natur und ist letztlich schon allein aufgrund der Tatsache nicht unbegrenzt möglich, dass nur endlich viel Platz und Ressourcen zur Verfügung stehen. Aber schon bald fehlt auch die fürs Wachstum nötige Nachfrage, zumal mit dem Reichtum auch unweigerlich die Armut zunimmt.

 

Dies führt direkt in die Krise. Durch die Rationalisierung werden nicht nur immer mehr Menschen ausgeschlossen, sondern das Kapital sägt sich den Ast ab, auf dem es sitzt: Im Zuge der Rationalisierung fällt der Wert der Waren/Dienstleistungen (Lohnkosteneinsparung), das investierte Kapital geht verhältnismäßig stärker in Sachen (Technik, Rohstoffe etc.) als in den Lohn, somit fällt die Profitrate (also das Verhältnis von Profit zu investiertem Kapital), da sich die Sachkosten lediglich im endgültigen Wert widerspiegeln, ohne Mehrwert zu erzeugen. Profit lässt sich letztlich nur aus der Arbeitskraft ziehen; um diesen bei steigender Produktivität aufrechtzuerhalten, muss die Produktion ausgeweitet werden. Diese Expansion ist somit Bedingung für das Aufrechterhalten der Akkumulation (also des Grundschemas kapitalistischen Wirtschaftens), die aus Geld mittels Verwertung mehr Geld „herstellt“ und dieses wieder verwerten kann. Kommt nun die Expansion zum Stillstand, was zwangsläufig geschehen muss, so fällt der Profit; falls die Expansion nicht wieder einsetzt, fällt er solange, bis das Wirtschaften nicht mehr rentabel wird und folglich zusammenbricht. Hinausgezögert wird der Zusammenbruch durch die simulierte Akkumulation (also ohne reale Verwertung) im Finanzwesen. Eigentumstitel wie Aktien heben von der realen Grundlage ab und durch Spekulation wird Geld aus dem Nichts erzeugt. Durch Kredite wird massenhaft zukünftige abstrakte Arbeitsleistung schon jetzt verbraucht. Obwohl realwirtschaftlich Kredite nur durch tatsächliche (Mehr-)Werterzeugung beglichen werden können, werden bereits verlorene Kredite durch neue Kredite „aufgefangen“ und die (für unproduktiven Konsum ausgegebenen) Staatsschulden mitsamt Zinsen als real behandelt. Dieses abgehobene „fiktive Kapital“ muss jedoch früher oder später auf den Boden zurückkehren und somit entwertet werden. In der durch die kapitalistischen Gesetzmäßigkeiten hervorgerufenen Krise findet dann Massenverelendung, noch größere Arbeitslosigkeit und Stilllegung von Produktionsstätten/Arbeitsplätzen vor dem Hintergrund statt, dass Kapazitäten und alle materiellen Voraussetzungen für Wohlstand überreichlich vorhanden sind. Die Krise kann auch leicht in den Krieg führen.

 

Die absurde Konstruktion Eigentum bildet die wohl wichtigste Grundlage dieser Gesellschaft. Es geht weit über den Besitz von persönlichen Gebrauchsgegenständen wie Essen, Kleidung etc hinaus. Vielmehr ist es unabhängig vom tatsächlichen Benutzen, sondern ein staatlich durchgesetztes exklusives Recht darauf. Dabei ist es unerheblich, ob das alleinige Benutzen überhaupt möglich ist oder wie schädlich es für die Ausgeschlossenen ist (oder gar für das Eigentum selbst, das durchaus lebendig sein kann). Indem dem Eigentümer das Benutzen vorbehalten wird, wird es allen anderen verwehrt. Falls diese genug Geld haben, können sie sich dieses Recht erwerben, indem sie für die Nutzung zahlen (mieten) oder ihr Eigentum an Geld in dieses Eigentum umwandeln (kaufen). Wenn man viel Eigentum hat, kann man dieses verwerten, indem man andere gegen Bezahlung daran teilhaben lässt oder, falls es sich um Produktionsmittel/Firmen handelt, die Arbeitsleistung anderer direkt anzapft. Ohne Eigentum ist man dagegen ausgeschlossen von so gut wie allem. Die Menge an Eigentum entscheidet über reich oder arm. Dass es überhaupt einen solchen Unterschied gibt, liegt bereits in der Existenz von Eigentum, das aufgrund seiner Konzeption nicht gleichmäßig verteilt sein kann. Eigentum muss nicht einem einzelnen Menschen gehören, sondern kann auch einer Firma oder dem Staat gehören. In dieser Form verliert es jedoch seinen grundsätzlichen Charakter nicht, vielmehr wird so zwar nicht nach persönlicher Willkür, dafür aber nach den keineswegs besseren Kriterien von Verwertung und Ausbau/Sicherung der Machtverhältnisse entschieden, welche Menschen Zugang wozu erhalten und so instrumentalisiert werden. Das Eigentum ist dabei extrem umfassend und breitet sich weiter aus: Es erfasst die gesamte Landoberfläche der Erde und auch schon Teile des Weltraums, alles von Menschen Hergestellte, Rohstoffe, Tiere, Pflanzen, Gene, Menschen (Sklaverei, wobei der Übergang zu Lohnarbeit oder Gehorsam fließend ist), Informationen usw.

 

Der Staat ermöglicht das Funktionieren des Wirtschaftssystems überhaupt erst. Dieses ist auf ihn angewiesen, um Herrschaft durchzusetzen und aufrechtzuerhalten (z.B. schon allein das Eigentum), andererseits ist auch der Staat auf einen funktionierenden Verwertungsprozess angewiesen, da er aus seiner Abschöpfung seinen eigenen Konsum und letztlich auch seine Macht bezieht, er ist somit vom Geld abhängig und muss die abstrakten und absurden Formen a priori anerkennen und sich in ihren Dienst stellen. Eine Gesellschaft, in der die Beziehung zwischen den Individuen die Konkurrenz ist, braucht ein staatliches Zwangssystem, das die Menschen zur Einhaltung sowohl der Gesetze der Marktwirtschaft als auch der Gesetze des gesellschaftlichen Zusammenlebens zwingt und das die Rahmenbedingungen der Ökonomie schafft. Der Staat wird also einerseits zur Repression benötigt und andererseits für gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die außerhalb der Möglichkeiten konkurrenzvermittelten Wirtschaftens liegen (bzw. weitsichtigere Maßnahmen zum Erhalt von Macht und Verwertungsbedingungen). Dabei muss sich der Staat den Erfordernissen der globalen Wirtschaft anpassen und ihr gute „Standortbedingungen“ bieten. In reichen Ländern gehört dazu vor allem Infrastruktur und „qualifizierte“ Arbeitskraft, in armen Ländern die niedrigen Lohnkosten und das Fehlen von Umweltschutzauflagen oder Sozialversicherungsbeiträgen. Eine „nachholende Entwicklung“ ist dort unter den herrschenden Bedingungen nicht möglich, der Staat besteht dann häufig hauptsächlich nur noch aus einem Gewaltapparat, um die „Ordnung“ aufrechtzuerhalten, wird von einer korrupten Clique regiert, überlässt seine Bürger dem Elend und ist abhängig von westlichen Konzernen und Staaten. Für diese dagegen, weitaus mächtiger, ist es günstig, der eigenen Bevölkerung außerdem noch eine gewisse Versorgung bereitzustellen, Gesundheit, Bildung, Hilfe für die Ärmsten, etwas rudimentärer Umweltschutz etc. In dieser Breite braucht die Wirtschaft das jedoch nicht (mehr), durch die Privatisierungen solcher Bereiche werden diese im kapitalistischen Sinne effektiver und Teile der Bevölkerung werden (wie in den armen Ländern) ausgeschlossen. Trotz einiger sozialer und rationaler/sinnvoller Aspekte unterscheidet sich das staatliche Wirtschaften grundsätzlich nicht großartig vom privaten. An die Stelle des Strebens nach Geld tritt das nach Macht, an die Stelle des reichen Individuums oder des Vorstandes tritt die Bürokratie oder der Politikerklüngel. Letztlich sind das jedoch nur oberflächliche Unterschiede. Mit Geld ist immer Macht verbunden und umgekehrt, wie die Hierarchien nun heißen ist auch unwichtig. Allerdings ist das staatliche Handeln etwas komplexer als die bloße Profitmaximierung in der Privatwirtschaft. Es repräsentiert die soziale Herrschaft und richtet sich somit hauptsächlich nach den Erfordernissen der kapitalistischen Verwertung, aber auch nach direktem Machterhalt und –ausbau. So ist das Volk auf verschiedene Weisen ruhigzustellen und auch außerhalb des eigenen Territoriums Macht zu gewinnen (das steht wiederum in engem Verhältnis zu den Interessen des eigenen Kapitals). Ob gewählt wird und sich der Staat so den Anschein einer Demokratie geben kann, ist ziemlich nebensächlich (die Politiker müssen sich vielleicht geschicktere Methoden der Manipulation einfallen lassen), denn die Menschen an der Spitze sind austauschbar und können eben nur staatliche Politik betreiben (die sich denn auch bei den verschiedenen Parteien kaum unterscheidet). Auch wenn der Staat die gesamte Wirtschaft übernimmt und die Reichen entmachtet, ist damit die Ausbeutung keineswegs beseitigt, noch weniger die Unterdrückung. Vielmehr ist der Staat strukturell ein Herrschaftsinstrument und zugleich dermaßen eng mit den Ausbeutungsprozessen verknüpft, dass man den Staatssozialismus auch als Staatskapitalismus bezeichnen könnte.

 

Eine notwendige Folge von Rolle und Verteilung des Geldes ist auch die Kriminalität, die ein integraler Bestandteil des Gesellschaftssystems ist. Kriminalität als Gesetzesüberschreitung ist allerdings als Oberbegriff eigentlich wenig sinnvoll, denn sie existiert nur aufgrund der Gesetze und wird so staatlich definiert. Man könnte unterscheiden zwischen Kriminalität, die niemand anderem schadet, Kriminalität, die einzig dem Gelderwerb dient und Kriminalität, bei der Gewalt angewendet oder angedroht wird, wobei die zweite Kategorie Teile der anderen umfasst. Die erste ist allein Schuld der Gesetze. Die zweite ergibt sich ganz natürlich aus dem Zwang zum Gelderwerb und aus den Eigentumsverhältnissen. Vielen bleibt das als einzige Möglichkeit des Überlebens, auch sonst besteht kein großer Unterschied zu den legalen Methoden. Mafia und Firmen haben dieselbe hierarchische Organisierung und das rücksichtslose Profitstreben, die staatlich kriminalisierten Bereiche der Wirtschaft laufen nach denselben kapitalistischen Prinzipien. Auch falls die dritte Kategorie (Gewalt) nicht der zweiten angehört, hat sie teilweise gesellschaftliche Ursachen. Aggressionen, Gewalttätigkeiten und konkrete persönliche Machtausübung werden gefördert durch die rücksichtslose Konkurrenz, die soziale Kälte und die Ideale von Erfolg und Besitz. Gewalt ist jedoch nur zum Teil kriminalisiert, der Staat selbst beruht auf Gewalt. Mit immensen Gewaltapparaten versucht er, die Gesellschaft zu kontrollieren und die Gesetze durchzusetzen, damit auch die individuelle Gewalttätigkeit zu zügeln. Seine Maßnahmen gegen die Kriminalität treffen jedoch meist nur die aus Not handelnden Kleinkriminellen, während Strukturen und Ursachen aufrechterhalten werden, und fördern Gewalt eher als sie zu verhindern.

 

Reichtum hat mit Leistung nichts zu tun. Es hängt eher von den Startvoraussetzungen und vielleicht etwas Glück ab, wer reich wird. Auch sind zigtausendfache Unterschiede im Einkommen wohl kaum mit unterschiedlicher Leistung zu erklären. Im Gegenteil, wer reich ist, muss nicht arbeiten, Arme dagegen schuften für geringen Lohn. Die Gesamtheit der Nahrungsmittel, Dienstleistungen und Produkte, also der gesellschaftliche Wohlstand, wird von ArbeiterInnen erzeugt, kontrolliert und besessen jedoch von denen, die sich bloß mit der Verwaltung des Kapitals beschäftigen und anderen befehlen, was zu tun ist (natürlich ist das ebenso Arbeit). Man könnte nun die Menschheit in zwei Klassen einteilen, von denen die eine, Reiche und Unternehmer (Bourgeoisie), die viel größere andere, Arme und ArbeiterInnen (Proletariat), ausbeutet. Zum einen ist das jedoch eine zu grobe Vereinfachung, zum anderen weckt das Vorstellungen von einer prinzipiellen Boshaftigkeit der Mitglieder der Ausbeuterklasse, personalisiert systemimmanente Übel und dient so einer Schuldzuweisung. Andererseits könnte man auch das Wirtschaftssystem als eine große Maschinerie ansehen, die, weitgehend unabhängig von den Menschen, eigenständig agiert und eben Ungerechtigkeiten erzeugt. Auch wenn die kapitalistischen Prinzipien tatsächlich abstrakt und unpersönlich sind, wird die Wirtschaft doch von Menschen gemacht. Deswegen und weil auch die „Ausbeuter“ ganz normale Menschen wie wir und wie die Ärmsten sind, kann das System auch von uns Menschen geändert werden!

 

 

3: Geschichtliches

 

Über die Geschichte und ihre Hintergründe nachzudenken, halte ich für sehr wichtig. Aus der Vergangenheit kann man viel über Gegenwart und Zukunft lernen. Da die Geschichte jedoch hauptsächlich eine Geschichte der Konflikte zwischen Menschen ist, werden Ereignisse sehr unterschiedlich wahrgenommen. Geschichtsschreibung ist darum immer subjektiv und meist geht die Sicht der Sieger in sie ein. Mein Versuch, etwas von der Geschichte darzustellen und zu interpretieren, ist schwierig, unvollständig und wahrscheinlich fehlerhaft, auch weil mir viel an Wissen fehlt. Es kommt aber nicht auf Details an, sondern das Ziel ist eine grobe, allgemeine (und natürlich subjektive) Interpretation.

 

3.1: Überblick

 

Beim Urknall entstanden Raumzeit und Energie. Während erstere sich beständig weiter ausdehnt, durchlief letztere interessante Transformationen: Sie kondensierte u.a. zu Elektronen, Protonen und Neutronen, diese bildeten Wasserstoff- und Heliumatome, die sich unter Gravitation zu Galaxien und schließlich zu Sternen verdichteten. Die dort durch Kernfusion erzeugten Elemente verteilten sich durch Supernovae wieder und formten auch Planeten wie die Erde. Hier reagierten sie zu Molekülen, auch zu solchen, die sich reproduzieren konnten. Damit setzte die Evolution ein, indem sich manche Mutationen in der Umwelt günstig auswirkten und somit selektiert wurden. Durch diesen Prozess sowie durch Symbiose nahm die Komplexität und Vielfalt weiter zu, es bildeten sich die Lebewesen wie der Mensch (→5).

 

Da der Mensch ein größeres Gehirn als die anderen Tieren hat (sowie Hände und Sprache), konnte er Technik anwenden (→6). Neue Erfindungen führten stets zu gesellschaftlichen Veränderungen und trieben die Geschichte „voran“ (natürlich nicht im Sinne von zielgerichtet). Die ersten wichtigen Techniken waren die Nutzung von Feuer, Werkzeugen und Waffen. Die Menschen lebten in kleinen Gruppen, in denen es wahrscheinlich auch schon Herrschaft und Gewalt gab, aber in sehr rudimentärer Form, vielleicht bei Streitigkeiten. Bei vor kurzem noch ursprünglich lebenden Gemeinschaften gab es meist Häuptlinge, die sich aber eher als Kompromisssucher sahen. Es wurde wohl alles geteilt und jeder tat, was möglich und nötig fürs gemeinsame Leben war. Mit Ackerbau (und Viehzucht) entstanden Siedlungen und stärkere Arbeitsteilung, für den Tausch der unterschiedlichen Produkte/Dienstleistungen wurde Geld eingeführt. Es bildeten sich auch Staaten heraus und mit ihrer Konkurrenz gleichzeitig Kriege, denn die staatliche Autorität musste gewaltsam durchgesetzt und der Machtbereich ausgedehnt werden, während auf Angriffe mit staatlicher Organisierung reagiert wurde (und die gemeinsame Verteidigung mithin ein Legitimationsgrund für Unterdrückung war).

 

Religion entstand schon früh aus dem Bedürfnis heraus, eine Erklärung für alles zu finden. Tatsächlich erklärt Religion jedoch nichts, sondern wälzt die Ursachen für alle Phänomene auf halluzinierte höhere Wesen ab. Zunächst wurden die belebte und unbelebte Natur angebetet, dann wurde diese auf einige wenige Götter, diese später wiederum zu einem einzigen Gott verallgemeinert. Da Religion den Gedanken der Unterwerfung (unter Gott) beinhaltet, passte sie hervorragend zu Herrschaft: Religiöse Macht (über Priester und ihre Institutionen) verzahnte sich mit staatlicher Macht, verschaffte dieser Legitimation, hielt die  Bevölkerung ruhig und profitierte im Gegenzug davon, dass der Staat sie (auch gewaltsam) durchsetzte und unterstützte. Hierarchien, auch in den Geschlechterverhältnissen, wurden mithilfe religiöser Moral gerechtfertigt und verfestigt. Unzählige Kriege wurden (und werden) mit Religion begründet (→3.3); aufgrund ihres starren Dogmatismus und ihres missionarischen Eifers wird Frieden mit Andersgläubigen erschwert, diese wurden häufig verfolgt, vertrieben, ermordet oder bekehrt. Einen Höhepunkt erreichte dies im europäischen Mittelalter mit der Inquisition und der Macht des Papstes und der Kirche; Wissenschaft und gesellschaftliche Entwicklung wurden verhindert (→6).

 

Die Geschichte nach Einführung des Staates war stark von gesellschaftlichen Hierarchisierungen (Adel, Sklaverei etc.) und gewaltsamen Unterwerfungen und Kriegen geprägt, die zeitweise zu großen Reichen und immer wieder zu Grenzverschiebungen führten. Es wurden Nationen, Stämme und ethnische Gruppen als Identitätsstiftungen konstruiert, die sich gegenseitig bekriegten und verfolgten. Das Konzept der Arbeit als unfreier Tätigkeit von Sklaven wurde allmählich auf alle Untertanen ausgedehnt, die herrschenden Schichten beuteten diese aus und stützten sich auf staatliche Machtapparate. Die Erfindung von Schusswaffen führte zu großen stehenden Heeren und verschaffte dem besonders kriegerischen Europa die Möglichkeit zur Unterwerfung der übrigen Welt. Mit dem Kolonialismus begann auch der moderne Rassismus

 ... leider noch nicht fertig!