10. Tag (7.8.): L'Isle-sur-le-Doubs - Besançon - Quingey



Der Regen hat aufgehört, doch das Zelt ist noch naß, als wir es einpacken. Überraschenderweise ist der Weg von einigen ziemlich fordernden Steigungen geprägt. Wir fahren kleine Landstraßen mit sehr wenig Betrieb. Es geht durch saftige Wiesen, tiefe Wälder und kleine, urige Dörfer. Jasmin fühlt sich an die morgendlichen Wanderungen mit ihrem Vater im Schwarzwald-Urlaub erinnert.
Erst nach 20 km Fahrt durch den Nebel machen wir Frühstückspause und essen unsere Baguettes. Danach führt der Weg näher am Doubs entlang, sodaß die Steigungen weniger und moderater werden. Das Doubs-Tal ist atemberaubend schön, die Berge zu beiden Seiten beginnen teilweise mit fantastischen Steilhängen und Felswänden.
Gegen 15 Uhr erreichen wir Besançon. Es ist ein recht imposantes Städtchen und durch seine Lage eine Art natürliche Festung, an der offenen Seite einer extremen Schleife des Doubs ragt eine gewaltige Felswand empor. Wir essen Kebab-Brot mit Pommes, die Tauben sammeln sich um uns und das Zeug liegt schwer im Magen.
Der nächste Campingplatz ist leider noch recht weit entfernt, aber wir fahren los und die wunderschöne Strecke lässt alle Müdigkeit verfliegen. In dem "Bergort" Abbans-Dessous (der Höhenunterschied von 170 Metern war eine Herausforderung) kommen wir ziemlich erledigt, aber über beide Ohren strahlend an und  erleben einen einzigartigen Ausblick über das Doubs-Tal im Sonnenuntergang. Zum Campingplatz müssen wir uns jetzt nur noch 4 km runterrollen lassen bis nach Quingey, das an der Loue liegt. Der Mann am Empfang ist sehr sympathisch und erzählt von seinem Plan, Holland zu durchradeln. Neben uns ist ein Paar aus Mannheim, die mit dem Auto unterwegs sind und über unsere Tour staunen. Müde und glücklich, aber mit etwas strapazierten Beinen, schlafen wir ein.

Tagesstrecke: 110 km
Fahrzeit: 7:27 h
Abfahrt / Ankunft: 7:45 / 20:30 Uhr
Übernachtung: Campingplatz Quingey 10,10 €


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