Eifel-Radtour - 2. Tag

Kyll-Mündung - Trier- Wasserbilligerbrück - Echternach - Wallendorf - Vianden

Tagesstrecke: ca. 85 km

Wir werden früh wach an diesem Morgen. Die Nacht war kühl und alles um uns herum ist klamm. Das Zelt liegt in dichtem Nebel und obwohl wir nur etwa 20 m von der Mosel entfernt sind, können wir diese kaum sehen. Bibbernd bauen wir das klitschnasse Zelt ab und fahren weiter. Nach kurzer Zeit erreichen wir Trier und machen hier eine längere Pause, trinken einen heißen Kakao, kaufen ein wenig ein, lassen uns von Japanern vor der Porta Nigra fotografieren und fahren weiter.

Wir fahren flussaufwärts über Igel nach Wasserbilligerbrück. Hier fließt die Sauer in die Mosel. Hier verlassen wir die Mosel dann auch schon wieder, um dem deutsch-luxemburgischen Grenzfluss in nördlicher Richtung zu folgen. Auf beiden Seiten der Sauer sind Radfernwege, so dass wir zunächst auf deutscher Seite fahren und dann ab Metzdorf unsere Tour auf luxemburgischer Seite fortsetzen. Wir sind etwas verwirrt, da wir nicht wissen, in welcher Sprach wir mit den LuxemburgerInnen kommunizieren sollen. Deutsch, Französich oder Luxemburgisch? In einem Supermarkt habe ich mit einer Verkäuferin zunächst französich geredet, dann hat sie eine Weile mit einer anderen Kundin auf Luxemburgisch geredet und an der Kasse haben wir dann Deutsch gesprochen.

Das Sauertal ist oft sehr eng und wir müssen einige Male in die Berge ausweichen, wobei uns größere Steigungen glücklicherweise erspart bleiben. Der Radweg geht meist an der Straße entlang und ist deshalb nicht ganz so idyllisch wie die Strecke entlang der Kyll. Einmal werden wir von einer Herde Kühe an der Weiterfahrt gehindert, die offenbar frisch gemolken und zufrieden muhend vom Bauern auf die Weide getrieben wurden.

Wir fahren vorbei an Echternach und Bollendorf weiter nach Wallendorf. Hier verlassen wir die Sauer auch schon, da diese im weiteren Verlauf westlich abknickt und wir uns weiter nördlich halten wollen. Allerdings denke ich, dass die Erkundung des Sauertals garantiert eine weitere Tour Wert ist. In Wallendorf fließt die Our in die Sauer und von nun an folgen wir dem Ourverlauf.

An diesem Abend fahren wir noch bis nach Vianden, einem kleinen, mittelalterlichen Städtchen an der luxemburgischen Grenze, wo wir auf einem Campingplatz unser Zelt aufschlagen. Leider ist uns auch hier keine Dusche vergönnt, weil wir zur Nutzung der Duschen einen Schlüssel ausleihen müssen für den wir 35 € Pfand hinterlegen müssten. Da wir jedoch morgens früh weiterfahren wollen und die Rezeption wenige Minuten nach unserer Ankunft schließt, erweist sich dies als nicht umsetzbar. Immerhin können wir die Waschräume nutzen.

Wir nutzen das Tageslicht noch aus und lesen ein paar Zeilen. Als es beginnt kalt und feucht zu werden und die Dämmerung einsetzt, kochen wir mit unserem Spirituskocher Fertignudeln, essen gemütlich und gehen dann schlafen.

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