Kurztripp durchs Bergische Land - August 2007

An einem Freitagnachmittag im August haben wir frühzeitig unseren Laborplatz bzw. Schreibtischstuhl verlassen und sind zu einem Wochenendtripp in Bergische Land gestartet.

Wir sind von Bonn aus zunächst über die Nordbrücke gefahren und dann weiter die Sieg entlang bis zur Aggermündung. Da es in den letzten Tagen extrem viel geregnet hat, haben Sieg und Agger Hochwasser. An der Sieg sind ganze Wiesen zu riesigen Seen verschmolzen und an der Agger müssen wir an drei Stellen die Räder über bzw. unter umgestürzten Bäumen hindurch tragen. Wir verlassen jedoch auch die Agger relativ schnell und halten uns etwas östlich, indem wir das Naafbachtal hinauffahren. Das Naafbachtal ist ein tief eingeschnittenes Tal, das idyllisch und ruhig liegt. Im Bereich der Mündung ist es ein Naturschutzgebiet. Es gibt Überlegungen, das Naafbachtal in eine weitere Trinkwassertalsperre zu verwandeln. Wir schlagen jedenfalls im Naafbachtal unser Zelt auf und verbringen eine ruhige und kühle Nacht neben einem kleinen Bächlein, das sich bald in den Naafbach ergießen wird.

Wie immer nach einer Nacht im Zelt stehen wir früh auf, packen alles zusammen und fahren bis zur nächsten schönen Stelle, wo wir dann in Ruhe frühstücken. Wir sitzen also auf einem Berg, haben eine wunderbare Aussicht über das Naafbachtal, lassen uns von der Sonne aufwärmen und essen Datteln mit Brot. Anschließend fahren wir weiter nach Much und dann halten wir uns etwas nord-östlich und gelangen nach einem anstrengenden, aber wunderschönen Radtag an die Listertalsperre. Hier schlafen wir auf einem der drei Campingplätze. Abends kochen wir auf unserem Spirituskocher Hirse mit Gemüse und Curry. Leider schmeckt das Essen abscheulich und wir sind uns nicht sicher, ob irgendwie Spiritus mit ins Essen geraten ist oder ob das Wasser einfach schon ewig in der Leitung stand und nun wiederwärtig schmeckt. Leider was das Essen beim Besten Willen nicht genießbar und etwas grießgrämig essen wir noch eine Scheibe Brot und gehen schlafen.

Noch in der Morgendämmerung stehen wir auf und fahren weiter zum Biggesee, den wir nach wenigen Kilometern erreichen. Der See ist noch in Nebel gehüllt und es ist bitterkalt. An einer kleinen Anhöhe über dem See machen wir kurz Pause und essen mal wieder Brot mit Datteln. Es ist noch keine Menschenseele unterwegs. Nach einer Weile kommt ein alter Mann mit seinem Hund vorbei und dieser Hund traut sich nicht an uns vorbeizugehen. Das habe ich auch noch nicht erlebt. Erst als ich Rainer sage, komm wir drehen ihm mal den Rücken zu, hastet der Hund schnell an uns vorbei. Manchmal sind so Tiere ja schon komisch.

Wir umrunden den Biggesee weiter und decken uns in Olpe mit frischen Brötchen, Käse von der Tanke und Schokoriegeln ein. Von Olpe aus halten wir uns ziemlich südlich. Da das Tretlager meines Fahrrads den Geist aufgegeben hat und nun bedrohlich wackelt, ändern wir unsere Route noch einmal und fahren einfach immer talabwärts, bis wir in Betzdorf an die Sieg kommen. Von dort aus geht es dann mit der Bahn nach Hause, wo wir uns mit einem großen Teller Nudeln mit Tomatensoße belohnen.

Und was lernen wir daraus? Es muss nicht immer Malle sein!!

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